Dienstag, 21. Juni 2011

Santiago de Compostella

Gewundene Treppe im Galizien - Museum






Campierende Demonstraten vor der Kathedrale



Ein Blick über die Dächer auf die Kathedrale

Samstag, 18. Juni 2011

Über Padron nach Santiago

Unser Tag beginnt mal wieder mit Regen. Da hilft auch die schöne Aussicht nicht, die etwas durch Wolken getrübt wird. Die ersten Kilometer sind mal wieder sehr hügelig.
In Padron treffen wir auf den traditionellen Pilgerweg, der vom Süden aus oft zu Fuss begangen wird.



Das kleine Dorf lädt mit seinem Fluss, der alten Brücke und einigen schönen Ansicht zum Verweilen ein.



Wir verbringen hier also nach nur 20km unsere Mittagspause. Später zeigt sich die Sonne und während wir bergauf das Dorf verlassen kommt uns eine schwerbepackte Radfahrerin, vermutlich eine Pilgerin, entgegen!

Wir sind daraufvorbereitet, dass es weiterhin bergauf geht, da Santiago nicht mehr weit ist und auf ca. 280m Höhe liegt. Aber die Steigungen ziehen sich dennoch sehr lange hin!
Bei einer Ortsdurchfahrt sehen wir ein Rondell, was vermutlich früher bei Dorffesten den Musikern als Buehne diente.



Ebenso auffällig und typisch galizisch sind die Korn - bzw. Maisspeicher. Es sind kleine erhöhte längliche Bauten, die oft mit einem Kreuz zum Schutz verziert sind.
Wir konnten sie schon in verschiedenen Formen, auch mal verfallen, am Wegesrand in der Naehe von Häusern, sehen.






Das letzte Stueck ist nochmal richtig anstrengend. Es geht eigentlich nur noch bergauf!



Und dann sind wir nach kurzer Abfahrt auf einmal schon in Santiago de Compostella!
In der Stadt sehen wir dann auch viele Pilger, mit Rucksack, der daran befestigten Muschel und einem Wanderstock!




Alle streben eigentlich nur ein Ziel an - die Kathedrale.

Freitag, 17. Juni 2011

An den "Rias Bajas" über Vigo durch galizisches Grün

Auch heute beginnt der Tag bei Nieselregen. Das Frühstück findet also mal wieder im Zelt statt.




Es bleibt bedeckt und manchmal kann man in den Bergen rechts von uns einige Windkraftanlagen sehen!



Vor uns liegen die Städte Vigo und Pontevedra. Sie sind an den Ausläufern der "Rias Bajas", sehr weit in die Küste reichenden Buchten, die den südwestlichen Teil Galiziens kennzeichen. Bis Vigo sind es knapp 20km und als wir dort ankommen regnet es. Angesicht des Wetters und der weniger schön zu erwartenden Strecke entlang stark befahrener Schnellstrassen und über Brücken nehmen wir ab hier den Zug bis Vilagarcia da Arousa.
Ab dort ist das Wetter auch deutlich besser. Der häufige Regen bewirkt natuerlich, dass die gesamte Gegend sehr grün ist.



Den angepeilten Campingplatz finden wir leider nicht. Daher müssen wir noch etwas weiter und müssen einige anstregenden letzte Kilometer bergauf bewältigen. Die Aussicht vom Campingplatz ist dafür aber auch super!

An der Küste Galiziens

Am Dienstag fahren wir mal ausnahmsweise zeitig vom Campingplatz weg - so gegen 10 Uhr - um rechtzeitig die Fähre zu erreichen, die uns bei Caminha über den Grenzfluss nach Spanien bringt.




Auf spanischer Seite beginnt die Provinz Galizien. Sofort sehen wir ein erstes Hinweisschild auf den hier verlaufenden Pilgerweg nach Santiago de Compostella, der über die spanische Grenzstadt A Guarda führt.





A Guarda liegt an einem Berg, der eine tolle Aussicht auf das Flusstal und den Atlantik verspricht. Wir quälen uns den 2,5km langen Aufstieg hoch und hoffen auf schoene Ausblick. Allerdings wird dieser durch das feuchte Wetter und viele Wolken etwas getruebt.



Als die Wolken etwas aufreissen koennen wir dann aber doch ueber den Fluss zurueck auf die portugiesische Seite gucken.




Irgendwie bin ich doch etwas traurig Portugal zu verlassen. Das Land und die Menschen haben mir sehr gut gefallen. Und auch sprachlich ist die Umstellung erstmal etwas schwierig. Manchmal rutscht mir noch ein "Obrigado" oder "Bon dìa" statt dem spanischen "Gracias" oder "Buenos Dias" raus.



Nachmittags wird das Wetter etwas offener und die Sonne kommt sogar zum Vorschein, während wir an der Kueste Galiziens gen Norden fahren.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Durch Flusstäler gen spanischer Grenze

Am Montag morgen regnet es in Porto. Wir lassen uns nicht entmutigen und nehmen den Zug bis Barcelos, um den vielen Verkehr und die nicht so schoenen Vorstaedte zu umgehen!
Ab Barcelos fuehrt uns der Weg in das Anbaugebiet der jungen Weine - "vinho verde".
Wir kommen in ein Flusstal und fahren Richtung Kueste.



In Viana do Castello verspricht uns der Reisefuehrer den schönsten Platz Portugals.
Leider sind einige Bauarbeiten hinter einem Geruest und die Sonne versteckt sich hinter einigen Wolken. Wir stärken uns erstmal mit Crackern und Käse und geniessen danach eine Kaffee.



Es ist ja Pfingstmontag in Deutschland, aber hier ein ordentlicher Werktag. Ich nutze die Gelegenheit und geh mal zum Friseur, der direkt am Platz im 1.OG seinen Laden hat.



Schliesslich fahren wir noch bis Caminha und finden ein letztes Mal einen Campingplatz der Kette "Orbitur". Es ist der zweitaelteste von mittlerweile ueber 20 Plaetzen in Portugal - allesamt sehr sauber, guenstig und nur zu empfehlen!
Unter Nadelbäumen bauen wir unser Zelt auf - mit Blick auf den Grenzfluss nach Spanien, den wir morgen überqueren werden (am Di).

Sonntag, 12. Juni 2011

Porto

Auf dem Weg von Lissabon nach Santiago de Compostella haben wir ueber die Haelfte geschafft. Gestern sind wir nach sechs Tagen Radfahren und fast 360km in Porto angekommen. Heute ist Ruhetag und endlich mal wieder Gelegenheit etwas zu schreiben.

Heute haben wir bereits einen kleinen Gang gemacht und konnten von der anderen Seite des Fluss Duoro ein herrlichen Blick auf die gegenueberliegenden Hauser und den Fluss werfen.



Der Rueckweg ueber die Bruecke war sehr windig!!



Die Schaetze von Porto liegen in den riesigen Lagerhallen. Der suesse Portwein aus der Gegend flussaufwaerts des Duoro werden hier gelagert. Gestern abend konnten wir auch schon eine kleine Kostprobe der Sorte "Ruby" geniessen.



Beim Gang durch die Stadt fallen einem immer wieder bunten Hauserfronten auf, oft haengt Waesche von den schmalen Balkonen.



Aber von oben sieht man auch oft eingestuerzte Daecher und sehr heruntergekommene Hauser sowie leerstehende Gebauede. Das alles macht aber den Charme dieser ehemaligen europaeischen Kulturhauptstadt aus!



Morgen muessen wir leider schon weiter, um rechtzeitig Ende der kommenden Woche Santiago de Compostella zu erreichen.
Heute konnten wir uebrigens unseren ersten Pilgerstempel sammeln. Einige "echte" Pilger mit leicht gepacktem Rucksack und einer daran befestigten Muscheln konnten wir bereits gestern abend in den Strassen von Porto sehen!

Sardinenfestival in Figueira da Foz

Nach einem anstrengenden Tag hatten wir in Figueira da Foz abends Glueck. Beim Gang in die Stadt kamen wir an einer Stierkampfarena vorbei. Draussen wurde an mehreren Staenden viel gegrillt und es liefen eifrig Maenner in einheitlichen blauen T/Shirts vorbei. Es war die erste von drei Abenden des 25. Sardinenfestivals. In der Arena standen lauter Tische und Gartenstuehle und hunderte Menschen genossen frisch gegrillte Sardinen satt, das portugiesische Nationalgericht.




Dazu gab es Brot, Wein oder Wasser und auch Nachtisch.